Herbstgedicht

Herbstgedicht                                                                                                                                                2.10.2016

 

Meine Poren sind geweitet

Und ich atme Zeit

durch die gesamte Fläche meines Körpers.

Ich sehe den Wind und die hilflosen Blätter im Flimmern der Abendsonne an meiner Wand.

Ein Schattenspiel.

 

Meine Poren sind geweitet,

ich atme ein süßes, saftiges Wohlsein

zäh tropfend und golden wie Blütenhonig,

Birnensaft samtig, melancholisch zugleich.

Die Sekunden tropfen zäh und die Skelette der Blätter leuchten.

Die letzte Sonne des Tages lässt sie nicht ahnen, dass sie bald ihr Kleid

verändern, gar verlieren werden.

 

Ein zartes Rauschen umhüllt mein Haus, meinen Körper, meine Seele,

und trägt mich.

Herbstwind.

Von Ungefähr: Ein dumpfes, schnelles Pochen,

hinunter vom Kastanienbaum.

Oh!

Ein Gedanke.

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